Aktuell


Sounds of Silence“ – Kantorei Wülfrath meets Ernst & Miro

 Offenes Chorprojekt der Ev.-ref. Kirchengemeinde Wülfrath

 The Sounds of Silence (englisch für „Die Klänge der Stille“) ist ein Song des US-amerikanischen Duos Simon & Garfunkel aus dem Jahr 1964 und steht als Motto für dieses ungewöhnliche Projekt:Die Kantorei Wülfrath wird zusammen mit dem Mettmanner Duo Ernst & Miro und dem Kammerorchester Essen Lieder aus den 60er und 70er Jahren, wie auch einigen neuen Liedern, in ungewöhnlichen Arrangements aufführen. Dabei werden neben den Songs von Simon & Garfunkel („The sounds of silence“, „Scarborough Fair“, „The boxer“, „Homeward bound“, „America“, Feelin‘ groovy“) auch bekannte Klassiker wie „Nights in white satin“ von Moody Blues, „The river“ von Bruce Springsteen, „Bohemian Rhapsody“ von Freddy Mercury, „Run“ von Snow Patrol, sowie Songs von Billy Joel, Avicii und den Beatles zu hören sein.

Das Ganze wird als offenes Projekt gestaltet, d.h. jeder und jede Interessierte ist eingeladen immer Dienstags (Anmeldung für das Projekt bis spätestens 5. Februar) um 19:30 Uhr in der Ev. Kulturkirche Wülfrath, Tiegenhöfer Str. 14 zusammen mit der Kantorei dieses Projekt zu erarbeiten.

Das Ergebnis wird in zwei Konzerten am 15. und am 16. Juni um jeweils 17:00 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche in Wülfrath zu hören sein.

Wir freuen uns auf viele neue Sänger/innen.

Thomas Gerhold

 


 

Vesperkirche Niederberg - Ein Rückblick 

Dienstag, 19. März 2019 

Der Februar dieses Jahres ist ein Monat, der uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 15 Tage lang hat unsere Stadtkirche die Vesperkirche beheimatet. Vesperkirche – mit dem Wort konnten viele Menschen am Anfang der Planungen noch nichts in Verbindung bringen. Im Laufe der Vorbereitungszeit änderte sich dies stetig, immer mehr Bilder und Hoffnungen in Bezug auf die Vesperkirche entstanden. So ist es kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen gefunden haben, die tatkräftig mit angepackt haben. Sei es als Kellnerin oder Kellner an den Tischen, bei der Essensausgabe, im Café oder in der Sakristei, in die das schmutzige Geschirr gebracht wurde. 


Eines ist sicher: Ohne den Einsatz der vielen unzähligen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hätte die Vesperkirche nicht stattfinden können. Dass sie in diesem Bereich viel Unterstützung erfahren hat, zeigt, wie sehr das Projekt auch die Herzen unserer Gemeinde und unserer Stadt erreichen konnte. Die Freude darüber, Gastgeberin oder Gastgeber in der Kirche zu sein, war den Helferinnen und Helfern anzusehen. Einige ließen sich nach einem Tag Mitarbeit gleich für einen weiteren eintragen und kamen in den Tagen dazwischen selbst als Gäste, um sich an den Tischen gut bewirten zu lassen.


15 Tage lang haben wir gemeinsam gegessen und getrunken, es gab Konzerte, Gottesdienste und Beratungsangebote. Das Motto der Vesperkirche „Vielfalt unterm Kirchendach“ hat sich erfüllt. Unterschiedliche Menschen haben sich einladen lassen und die Vesperkirche betreten. Dabei kamen die Gäste nicht nur aus Wülfrath. Auch aus der Umgebung, beispielsweise Velbert, waren Besucherinnen und Besucher angereist. Viele von ihnen wollten die Vesperkirche nach den guten Erfahrungen in der dortigen Christuskirche nicht so schnell missen.


Vielfältig und bunt waren die zwei Wochen. Gemütlich und gesellig. Jeder von uns, ob wir nun mitgeholfen haben oder als Gast in der Vesperkirche waren, wird sein eigenes besonderes Erinnerungspäckchen mit nach Hause nehmen. Vor allem werden mir die vielen guten Gespräche in Erinnerung bleiben: Menschen, die ich getroffen habe und die mich haben Anteil nehmen lassen an ihrem Leben und ihren Hoffnungen. Menschen, die bei uns zu Gast waren, manche, die sich sonst eher schwer tun, über die Schwelle der Kirchentür zu treten, fanden die Möglichkeit ungezwungen vorbeizukommen. Und ich denke, sie alle sind bereichert wieder gegangen.

Es war gut, die Vesperkirche in Wülfrath gehabt zu haben. Eine Bereicherung und Freude war es, eine von den beiden Gemeinden zu sein, die die erste Vesperkirche im Kirchenkreis Niederberg beherbergt hat. Unsere Erfahrungen und Begegnungen werden auch in die Gemeinde hinein strahlen und wir werden sehen, was sich aus unserem Projekt weiter entwickeln kann. Henriette Sauppe 


Angedacht

Dienstag, 19. März 2019

Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein. (1. Sam 7,3)

Manchmal sind Monatssprüche kurz. Und manchmal sind sie auch zu kurz aus einem ganzen Vers und Zusammenhang gerissen. Eigentlich steht dort in der Lutherbibel: „Samuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem Herrn bekehren wollt, so tut von euch die fremden Götter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus der Hand der Philister.“      1. Samuel 7,3


Ein Bibelwort, 3000 Jahre alt, entstanden noch vor der Zeit der Könige Saul und David. Wieder einmal war das Volk Israel vom Glauben an den einen Gott der Väter abgefallen und hatte sich fremden Gottheiten zugewandt. Der Prophet Samuel fordert sie auf, zu dem Glauben an den einen Gott zurückzukehren und ihm allein zu dienen.

Was haben so alte Geschichten mit unserer heutigen Welt zu tun? Stehen wir in unserer Welt nicht an einem ganz anderen Punkt?
Ich glaube, dass wir heute der Welt des Altertums näher stehen, als wir glauben. Wir meinen, heute mit unseren technischen Errungenschaften an der Spitze der menschlichen Entwicklung zu stehen. Zum einen sind wir mit dem Internet mit der ganzen Welt verbunden, können in Sekundenschnelle mit Menschen in Asien und Amerika kommunizieren. Aber oft sind wir zugleich mit all den Informationen völlig überfordert. Zu jedem Thema gibt es Dutzende von Meinungen. Wir stehen oft vor der Frage: Was sollen wir da noch glauben? 
Nicht nur die Firmen und die Arbeitsplätze haben sich globalisiert. Nein, es sind auch die 
Religionen und Weltanschauungen. Denn man muss nicht mehr weit reisen, um andere Religionen wie Islam, Buddhismus und Hinduismus kennenzulernen. Diese Religionen sind mit den Menschen zu uns nach Deutschland gekommen. Und viele Menschen stehen vor der Frage: Was soll man da noch glauben, wenn es doch verschiedene Antworten auf die Frage nach dem Woher und Wohin gibt? Welche Gottheit gilt? Der Gott Abrahams und Vater Jesu, oder Allah, Buddha, oder Shiva, oder gar kein Gott wie bei den Atheisten?

 

Für viele Menschen ist es eine solche Verwirrung, dass sie meinen, es sei egal, an was man glaube. Ich meine, das heutige Problem besteht darin, dass wir Christen uns unserer eigenen Religion unsicher geworden sind. Das Problem sind nicht die anderen Religionen, sondern wir selbst. Unsere Welt ist vielschichtig geworden mit verschiedenen Religionen und Gottesvorstellungen. Aber für uns ist entscheidend, was wir als Christen glauben. Vertrauen wir auf den einen Gott und Vater Jesu, der uns erlöst und befreit hat zum Ewigen Leben. Wenn wir Christen wieder selbstbewusster zu unserem Glauben stehen, dann können wir auch ertragen, dass andere Völker anderes glauben.

Und so trifft ein solches Wort des Propheten Samuel auch heute in unserer Zeit zu. „Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein.“ 1 Sam 7,3          

Ingolf Kriegsmann